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Muttertag

 

 

 

Muttertag weltweit

Am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag - in mehr als 40 Ländern der Welt! Amerikanische, deutsche, italienische oder auch australische Mütter freuen sich an diesem Tag über kleine Zeichen der Aufmerksamkeit und Anerkennung. Es gibt Blumen, Grußkarten, kleine Geschenke oder eine Einladung zum Essen. In einigen Ländern wird dieser Tag an einem anderen Datum gefeiert. Und so unterschiedlich die Tage sind, so verschieden sind auch die Bräuche.

In Spanien wird Muttertag nicht am zweiten Sonntag im Mai gefeiert sondern bereits am ersten. Im Jahr 2012 also schon am 6. Mai . 

In Frankreich gilt der letzte Sonntag im Mai als Muttertag. Zur französischen Tradition gehört es, den Müttern beim Festessen einen ganz besonderen Kuchen in Form einer Blume zu überreichen. 

In Mexiko, Südamerika und den meisten arabischen Ländern wird der Muttertag am 10. Mai gefeiert. In diesen Kulturen werden die Mütter besonders respektiert und verehrt. Zum Muttertag werden in diesen Ländern deshalb unzählige Grußkarten verschickt.

In Äthiopien hängt das Datum der Feier mit dem Eintreten der Regensaison im Oktober oder November zusammen. Wenn die ersten Tropfen fallen, pilgern die Kinder zum Elternhaus zurück. Gefeiert wird mehrere Tage, wobei die Äthiopier vor allem ausgiebig speisen, tanzen und die Familie besingen. 

 

Geschichte des Muttertags

Seinen Ursprung hat der Muttertag in West Virginia, USA. Dort hat Ann Jarvis den ersten veranstaltet. Ihre Idee fußte allerdings auf den politischen Zielen der damaligen Frauenbewegung, die dann wieder schnell vergessen wurden. Als Ann Jarvis am 9. Mai 1905 starb, hatte ihre Tochter Anna den folgenreichen Einfall, einmal im Jahr nicht nur an das Werk der eigenen, sondern aller Mütter zu erinnern. 1908 fand am zweiten Maisonntag, dem dritten Todestag von Ann Jarvis, der erste offizielle Muttertag in der St. Andrew's Methodist Episcopal Church statt.

In den folgenden Jahren wurde der Muttertag jedoch immer mehr kommerzialisiert, was Anna Marie Jarvis sehr verbitterte. Vergeblich kämpfte sie bis zu ihrem Tod gegen diese Kommerzialisierung. In Deutschland war es tatsächlich der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber, der den Tag seit 1923 besonders propagierte. 

Schaut man noch viel weiter zurück, so findet man entsprechende Festivitäten auch schon bei den alten Römern und Griechen. Sie verehrten allerdings die Mütter ihrer Götter. In England gab es dann im 17. Jahrhundert den „Mothering Sunday“, einen Tag im Jahr, an dem Menschen in ihre Mutterkirche strömten. Napoleon schlug bereits 1806 die Einführung eines Muttertags vor. Dies geriet dann aber in Vergessenheit. Der Grund hieß wohl Waterloo. 

 

Ob in Frankreich, Spanien, Deutschland, Mexiko oder Äthiopien, fast überall auf der Welt gibt es einen besonderen Tag, an dem Mütter geehrt und ihr „Dauereinsatz“ für die Familie mit kleinen Aufmerksamkeiten belohnt wird. Muttertag ist die Gelegenheit, ganz gleich in welcher Sprache oder mit welcher Geste, „Danke“ zu sagen.